Tunnel Farchant

Untertagebau Verkehrstunnelbau

Projektdaten

Land
Deutschland
Auftraggeber
Autobahndirektion Südbayern
Methode
konv. Vortrieb
Auftragssumme
6,6 Mio EUR
Ausführungszeitraum
Januar 2013 - Januar 2014
Durchmesser / Querschnitt
15 m²
Kontakt

Sekretariat Untertagebau
+43 5556 7181-161
E-Mail


Der Tunnel Farchant ist Bestandteil der Trasse B2 neu, Eschenlohe – Garmisch Partenkirchen und dient als Ortsumfahrung für Farchant. Er wurde im Mai 2000 eröffnet, hat eine Länge von ca. 2,4 km und besteht aus zwei Tunnelröhren mit jeweils zwei Fahrstreifen. Die beiden Tunnelröhren ist durch zwei begehbare und einem befahrbaren Querschlag verbunden. Diese weisen Abstände von ca. 600 m auf. Das Bauwerk wird im Richtungsverkehr betrieben, die Oströhre führt nach München, die Weströhre nach Garmisch-Partenkirchen. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke für das Jahr 2009 betrug 26.475 Kfz/24h.

Der Tunnel Farchant ist in den Portalbereichen mit Betriebsgebäuden ausgestattet, in Tunnelmitte befindet sich zusätzlich eine Betriebszentrale mit Abluftschacht. Die RABT, Ausgabe 2006, fordert, dass bei Tunneln ab einer Länge von 400 m Notausgänge in regelmäßigen Abständen von 300 m anzuordnen sind. Der vorhandene Fluchtwegabstand war demnach zu groß. Darüber hinaus waren Verbindungsbauwerke zwischen parallel verlaufender Röhren gegenüber den Fahrtunneln mit Türen zu verschließen.

Um den Anforderungen der RABT 2006 nachzukommen und um den bestehenden Tunnel Farchant auf das aktuell geforderte sicherheitstechnische Niveau zu bringen, waren folgende Baumaßnahmen notwendig:

Errichtung von vier weiteren begehbaren Querschlägen zwischen den Röhren des bestehenden Straßentunnels; die vier neuen Querschläge sind als Gewölbeprofil bergmännisch herzustellen, der frei zu haltende Lichtraum beträgt 2,25 x 2,25 m.

Nachrüstung der bestehenden drei Querschläge mit Rauchtrennwänden und Türen. Barrierefreie Ausbildung der bestehenden Notgehwege und Pannenbuchten vor den Notrufkabinen.

Passive Schutzeinrichtungen im Bereich der Pannenbuchten (dies erfordert ein Versetzen der Notrufkabinen innerhalb der Pannenbuchten)

Verschluss der Schlitzrinnen; vor den Notrufnischen Austausch der bestehenden Kabelzugschachtabdeckungen (ca. 430 Stk.) im gesamten Bestandstunnel und den bestehenden Querschlägen.

Beschichtung der gesamten Tunnelleibungen bis zu einer Höhe von 3,0m (aus Gründen des Bauwerkschutzes und der Verbesserung des Beleuchtungsniveaus).

Modifizierung der Lüftung für den Brandfall.

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