Speicherkraftwerk Kühtai

Untertagebau Kraftwerksbau

Projektdaten

Land
Österreich
Auftraggeber
TIWAG – Tiroler Wasserkraft AG
Auftragssumme
425 Mio EUR (in ARGE)
Ausführungszeitraum
Oktober 2020 - März 2027
Kontakt

Sekretariat Untertagebau
+43 5 7181-1190
E-Mail


Gemeinsam mit den Unternehmen Swietelsky und Bodner wurde JÄGER mit der Optmierung und Erweiterung des Wasserkraftwerks in Kühtai beauftragt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 425 Millionen Euro.

Die Realisierung dieses Vorhabens stellt die Erweiterung der bestehenden Kraftwerksanlage dar. Der Hauptauftrag umfasst den Vortrieb eines 25 km langen Stollens, den Bau eines neuen Speichersees mit einem 113 m hohen Staudamm sowie die Errichtung eines unterirdischen Pumpspeicherkraftwerks.

Durch die Kombination aus dem neuen Stollen und dem neuen Stausee mit einem Fassungsvermögen von ca. 30 Millionen Kubikmetern, kann die Kapazität der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz um 50% erweitert werden. Das bedeutet ein Plus von jährlich rund 216 Millionen Kilowattstunden Strom.

In der geplanten Projektzeit von fünf Jahren werden bis zu 350 Mitarbeiter auf ca. 2.000 m Seehöhe beschäftigt. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2021 geplant. Mit den Vorbereitungen und der Einrichtung der Baustelle wurde bereits begonnen.

Bei einem Bauvorhaben dieser Größe kommt in Österreich erstmalig ein neues „Allianzmodell“ zum Einsatz. Jäger hatte im Jahr 2017 bei dem Bau des Gemeinschaftskraftwerks Inn und der damit verbundenen Errichtung eines 22 km langen Stollens sehr positive Erfahrung mit dem, dort entwickelten Modell gesammelt. Die Allianz, bestehend aus dem Bauherrn und den ausführenden Unternehmen, setzt sich zum Ziel wesentliche Entscheidungen nach dem Grundsatz „Best for the Project“ zu treffen und vertraglich geregelte Risiken gemeinsam zu tragen. Die Konfliktlösung erfolgt mittels mehrstufigem Standardprozess. Die Leistungen werden auf Basis der tatsächlichen Kosten vergütet. Alle Allianzmitglieder partizipieren darüber hinaus über eine Bonus-Malus-Regelung am Erfolg des Bauvorhabens.

Die Vertragsunterzeichnung für das Großprojekt erfolgte am 14. Oktober 2020 in Innsbruck.

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